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Star Wars

Solo: A Star Wars Story (Kino)

Über das zweite Star Wars Spin Off gab es ja schon im Vorfeld eine Menge Ärger. Erst wurde der neue Han Solo Darsteller von den Fans als unpassend gefunden und dann wurden auch noch die beiden Regisseure ausgetauscht nachdem der Film schon fast abgedreht war. Regie Veteran Ron Howard drehte dann einen Teil des Films neu (Gerüchte reden von mindestens 60%) und rettete damit wahrscheinlich, was noch zu retten war. Dem Film sieht man das nicht unbedingt an aber ein bisschen unrund wirkt das Ganze schon.

Han (der erst im Laufe des Films seinen Nachnamen bekommt) lebt mit seiner Freundin Qu’ra auf dem Planeten Corellia. Das Ganze spielt etwa zehn Jahre, nachdem das Imperium die Macht übernommen hat (also nach Episode III) und dieser Planet ist kein wirklich guter Ort zum Leben. Um von Corellia flüchten zu können brauchen sie Geld um Wachen bestechen und den Flug bezahlen zu können. Das Zauberwort in dem Falle heißt Coaxium, ein Stoff der für Hyperraumantriebe benötigt und auf dem Schwarzmarkt hoch gehandelt wird.

Trotzdem geht bei dem Versuch den Planeten zu verlassen etwas schief und nur Han kann flüchten. Und das auch nur, weil er sich für die imperiale Pilotenakademie verpflichtet. Drei Jahre später, Han ist inzwischen von der Akademie geflogen und zur normalen Armee gekommen, befindet er sich gerade in einer Schlacht bei der er den Schmuggler Beckett trifft der sich mit seiner Truppe unter die imperialen Kämpfer gemischt hat.

Nach einigem hin und her, bei dem Han auch noch einen gefangenen Wookiee befreit der sich als der bekannt Chewbacca herausstellt, entkommt die Gruppe von dem umkämpften Planeten. Zusammen wollen sie nun auf einem anderen Planeten einen Transportzug überfallen in dem riesige Mengen Coaxium transportiert werden. Und natürlich läuft da auch wieder nichts nach Plan.

Solo macht sicherlich Spaß, hat aber durchaus auch mit einigen Problemen zu kämpfen. Gerade die erste Hälfte ist nahezu nonstop Action die es einem schwer macht überhaupt in den Film reinzukommen. Auch eine vernünftige Einführung der Figuren bleibt da auf der Strecke.

Die zweite Hälfte wird dann deutlich besser. Da wird dann aus dem Ganzen ein regelrechter Gangsterfilm wo man nie weiß wo man bei den einzelnen Figuren dran ist. Da verrät jeder jeden. Auch funktioniert dann die Mischung von Spaß und Ernst etwas besser.

Ein großes Problem war von Anfang an Han Solo Darsteller Alden Ehrenreich. Der stand schon vor den ersten bewegten Bildern bei den Fans in der Kritik. Und im Nachhinein ist das auch nicht unbegründet. Allerdings hätte wahrscheinlich auch jeder andere Darsteller Probleme gehabt gegen Harrison Ford anzustinken. So richtig gefallen hat er auch mir nicht in der Rolle obwohl zumindest von den Bewegungen immer mal wieder der alte Han durchguckt. Der von Woody Harrelson gespielte Schurke Beckett ist da schon die deutlich dankbarere Rolle und der wertet den Film noch mal deutlich auf.

Natürlich wird auch Fanservice geliefert und damit Dinge gezeigt, die man durch die Ur-Trilogie schon weiß. Han trifft Chewbacca und Lando Calrissian dem er den Millenium Falken abluchst und damit Geschwindigkeitsrekorde bricht.

Auch für Freunde von Episode I und der Clone Wars Serie hat man sich was ausgedacht. Allerdings werden unter anderem dadurch am Ende zu viele Handlungen begonnen, die eine Fortsetzung beinahe schon zwingend notwendig machen. Und wenn ich das richtig verstanden habe, sollten die Spin Offs doch Einzelfilme bleiben.

Die Gerüchte verdichten sich ja, dass sich der nächste Film um Ob-Wan Kenobi drehen und ebenfalls zwischen Episode III und IV spielen soll. Damit könnte man zwar rein theoretisch auch die Han Solo Geschichten weiterführen, aber da sich Solo und Kenobi erst in Episode IV kennenlernen kann das eigentlich nicht funktionieren.

Solo ist sicherlich ansehbar, zählt für mich aber zu den schwächeren Filmen aus dem Star Wars Universum. Noch einen Dämpfer gibt es wegen 3D. Das ist einfach nur schlecht.

DCTV – Folge 142: Filmwochen 20+21/2018

Starts am 17.05.2018

Deadpool 2

Der zweite Teil um den etwas anderen Comichelden macht all das richtig, was schon in Teil eins funktioniert hat. Und alle, die den schon nicht mochten, können dich auch den zweiten schenken. Hier wird es etwas ausführlicher.

Starts an 24.05.2018

Solo – A Star Wars Story

Spin Off Nummer zwei aus dem Star Wars Universum beschäftigt sich mit einer jüngeren Ausgabe des beliebten Schmugglers Han Solo. Ob das funktioniert, lest ihr hier.

Blu-Rays der letzten Woche

Detroit

Die titelgebende Stadt im Jahr 1967. Eine Razzia in einem Club löst eine der schlimmsten Rasseunruhen in der Geschichte der Vereinigten Staaten aus. Ein paar Musiker geraten in die Tumulte und können sich gerade noch so in ein Motel retten. Dort hantiert ein anderer Gast mit einer Schreckschusspistole rum und sorgt damit dafür, dass das Motel von der Polizei gestürmt wird. Dabei werden mehrere Afroamerikaner getötet

Der auf wahren Begebenheiten basierende Film gibt zwar am Ende zu, dass man dieses mittlerweile 50 Jahre zurückliegende Ereignis nicht mehr restlos rekonstruieren und darstellen kann aber trotzdem scheint man hier recht nah an die Realität herangekommen zu sein.

Das liegt vor allem an der Art, wie die Geschichte gezeigt wird. Mit schnellen Schnitten und hektischen Kamerabewegungen erzeugt man einen dokumentarischen Stil der noch von eingestreuten Archivaufnahmen von damals unterstützt wird.

Dass es aber trotz geschichtlicher Genauigkeiten letztlich doch ‘nur’ ein Film ist sieht man an der extrem spannenden Inszenierung. Allein die Befragung der Verdächtigen nach der Stürmung des Hotels nimmt locker eine Dreiviertelstunde in Anspruch ohne auch nur eine Sekunde langatmig zu werden.

Detroit ist ein von der ersten bis zur letzten Sekunde packender Film. Und Filme, bei denen sich die Amis mal mit ihrer eigenen, nicht so sauberen Vergangenheit beschäftigen, kanns gar nicht genug geben.

Jumanji: Willkommen im Dschungel

Ich gebe zu, dass ich den ersten Jumanji Film von 1995 mit Robin Williams nur ein einziges Mal gesehen habe und da hatte er mir nicht wirklich gefallen. Nun gibt es also eine indirekt Fortsetzung, für die man aber den ersten Teil nicht unbedingt gesehen haben muss.

Vier Teenager müssen beim Nachsitzen ein Schullager aufräumen und entdecken dabei eine alte Spielkonsole. Nachdem sie es zum Laufen bekommen haben, wählt jeder von ihnen eine Spielfigur aus und ehe sie sich versehen, landen sie mitten in einem Dschungel. Allerdings in Gestalt der von ihnen ausgewählten ‘erwachsene’ Figuren, von denen jeder andere Fähigkeiten hat.

Um das Spiel zu beenden und wieder verlassen zu können, müssen sie einen Edelstein wiederfinden und im Auge eines großen Jaguars aus Stein platzieren von wo er von jemandem gestohlen wurde. Dabei treffen sie auf eine weitere Spielfigur, die schon etwas länger in dem Spiel fest hängt.

Jumanji ist einer von den Filmen, die einfach nur Spaß machen sollen und das klappt ziemlich gut. Gerade die erwachsenen Schauspieler in deren Körpern ja eigentlich die Teenager stecken sorgen immer wieder für Lacher.

Wer einen richtig gut aussehenden, unterhaltsamen, lustigen Film für fast die ganze Familie sucht, kann bei Jumanji: Willkommen im Dschungel bedenkenlos zugreifen. Nur die ganz jungen sollten draußen bleiben, weil manches doch schon ein wenig derb ist.

DCTV – Folge 141: Filmwoche 19/2018

Starts am 10.05.2018

Rampage – Big meets Bigger

Zerstörungsorgie mit riesigen Tiermonstern. Ich denke mal, damit lässt sich Rampage zusammenfassen, ohne dass man ihn schon gesehen hat. Es gab mal ein gleichnamiges Computerspiel, dass hier wohl als Vorlage gedient hat.

Neben einem weißen Gorilla gibt es auch noch einen Wolf und eine Art Krokodil die das Zerstörungstrio komplettieren. Als Retter des Tages stellt sich mal wieder Dwayne Johnson zur Verfügung, der aktuell gefühlt in jedem zweiten Film mitspielt.

Was jetzt aber gar kein Drama ist, da der Riese immer recht sympathisch rüberkommt und seine Rollen immer wieder mit einem Augenzwinkern spielt. Das wird in Rampage nicht anders sein.

Isle of Dogs – Ataris Reise

Stop-Motion Filme sind nicht jedermanns Sache. Im Kino habe ich bisher noch keinen gesehen aber zu Hause schon den ein oder anderen. Dabei waren auch einige dabei, die mir sehr gut gefallen haben. Z.B. Anomalisa, Frankenweenie oder Der fantastische Mr. Fox. Letzterer stammt, wie nun auch Isle of Dogs aus der Feder von Wes Anderson, der also schon einige Erfahrung mit der Technik hat.

Hier sind Hunde die Hauptfiguren. Diese wurden, wegen einer Populationsexplosion und einer Hundegrippe auf eine Insel verbannt, die hauptsächlich aus Müll besteht. Ein paar der Hunde wollen sich damit aber nicht zufriedengeben und suchen nach einem Ausweg aus der Misere. Da landet aber plötzlich ein zwölfjähriger Junge mit einem geklauten Flugzeug auf der Insel, weil er sein Haustier sucht. Die Hunde beschließen, ihm zu helfen.

Das Ganze sieht richtig gut aus, wobei ich aber bezweifele, dass es wirklich ein Film für die ganze Familie ist. Das ist teilweise schon etwas düster und recht ernst. Ich denke mal, dass Stop-Motion Freunde hier voll auf ihre Kosten kommen und vielleicht wird es ja auch für mich der erste Film dieser Art im Kino. Interessiert bin ich auf jeden Fall.

Weitere Starts:

keine

Blu-Rays der letzten Woche

Happy Death Day

Studentin Tree wacht morgens verkatert im Zimmer eines anderen Studenten auf. Da sie den anwesenden Typen namens Carter gar nicht kennt oder kennen will, packt sie schnell ihre Sachen und geht in ihr eigenes Studentenhaus. Der ganze Tag, der übrigens ihr Geburtstag ist, verläuft so lala. Abends ist sie dann allein auf dem Weg zu einer Party, wird aber vorher von einem unbekannten mit Maske ermordet.

Plötzlich wacht sie wieder in derselben Studentenbude auf und irgendwie ist alles wie am Tag zuvor. Auch, dass sie abends wieder ermordet wird. Nach und nach begreift sie, dass sie in einer Zeitschleife gefangen ist. Und diese nutzt sie nun, um ihren Mörder zu enttarnen.

Happy Death Day ist eine nette Mischung zwischen ‚Und täglich grüßt das Murmeltier‘ und Scream. Trotz der sich oft wiederholenden Szenen wird es nie eintönig, weil die Hauptfigur immer wieder anders reagiert. Auch wenn die Geschichte durchaus einen dramatischeren Hintergrund hat, überwiegen doch die komischen Situationen.

Man verzichtet auch auf übermäßige Gewalt und die Todesszenen deuten das meiste nur an. Auch wenn es nicht ganz ohne Blut abgeht, ist die Freigabe ab 12 gerechtfertigt. Vor ein paar Jahren hätte der Film bestimmt eine 16er bekommen.

Lediglich die Auflösung, wer denn nun der wahre Mörder ist, war mir ein wenig zu einfach. Insbesondere beim Motiv hätte man sich ein wenig mehr hätte einfallen lassen können. Ansonsten ist Happy Death Day ein sehr unterhaltsamer Film geworden, der zwar nicht den Status von Scream oder dem Murmeltier erreichen wird aber als Partyfilm allemal gut ist

Geostorm

Nach immer heftiger werdenden Naturkatastrophen wird beschlossen im All ein weltweites Satellitennetz aufzubauen, welches die Atmosphäre und somit das Wetter regulieren soll. Zunächst von den USA kontrolliert soll das System nach einer Weile an die Internationale Gemeinschaft weitergegeben werden.

Kurz vor der Übergabe spielt dann plötzlich das Wetter verrückt und als Auslöser werden Fehlfunktionen im Satellitensystem vermutet. Ein paar Wissenschaftler sollen das Problem finden und beseitigen. Dabei stoßen sie aber auf ein paar Hinweise, die auf Sabotage hin deuten.

Hier hat man es mit einem klassischen Katastrophen Thriller zu tun. Nicht mehr und nicht weniger. Ähnlichkeiten zu den Emmerich Filmen kommen nicht von ungefähr, da Regisseur und Drehbuchautor Dean Devlin bei einigen Emmerich Filmen als Produzent und Drehbuchautor tätig war.

Dementsprechend sollte man hier nicht unbedingt auf wissenschaftlich korrekte Darstellungen schauen oder die Handlung allzu ernst nehmen. Da er optisch recht ordentlich gemacht ist, kann man sich Geostorm durchaus mal anschauen. Aber man verpasst auch nichts, wenn man es sein lässt.

Star Wars VIII – Die letzten Jedi

Beim Kinobesuch ist die achte Episode der Sternensage ja noch nicht so gut weggekommen. Nun gab es die zweite Chance. Und ich muss zugeben, dass der Film bei der zweiten Sichtung ein wenig gewinnt. Es sind zwar immer noch einige Dinge, die mich stören aber dieses ‚immer noch einen draufsetzen‘ Gefühl am Ende hatte ich so jetzt nicht mehr.

Diese unlogische langsame Verfolgungsjagd im All und die Mary Poppins Nummer von Leia sind zwar immer noch genauso albern aber der Rest wirkt schon ein wenig runder. Die ausführliche Besprechung nach dem Kinobesuch gibt es hier. Dabei ist aber, wie schon erwähnt zu beachten, dass mir Die letzten Jedi zu Hause schon ein wenig besser gefallen hat als noch im Kino.

Star Wars Episode 8: Die letzten Jedi (Kino)

Mittelteile von Trilogien haben es ja immer etwas schwer und die neueste Star Wars Episode macht es einem da nicht gerade leichter. Nachdem ich schon von Episode 7 nicht so sehr begeistert war, weil es für mich eher ein Remake von Episode 4 war, hatte ich an Nr. 8 auch weniger Erwartungen. Aber selbst mit runtergeschraubter Erwartungshaltung, kommen die letzten Jedi etwas unrund daher. Um die störenden Sachen besser zu beschreiben ist es leider unumgänglich detailliert auf die Handlung einzugehen. Deshalb hier die Warnung:

Spoiler…

Episode 8 schließt erstmals direkt an den Vorgänger an, oder versucht es zumindest. Zu Beginn geht es gleich mit einer Raumschlacht zwischen Widerstand und Erster Ordnung los. Das passt irgendwie zeitlich nicht mit dem zusammen was gerade auf dem Inselplaneten passiert wo Rey gerade Luke sein altes Lichtschwert überreicht. Dies war ja die letzte Szene in Episode 7. Rey will ein paar Erklärungen über die Macht und die Jedi aber Luke will mit dem ganzen Scheiß nix mehr zu tun haben. Natürlich ändert er irgendwann seine Meinung.

In der Zwischenzeit sind die Reste der Widerstandsflotte auf der Flucht vor den Zerstörern der ersten Ordnung. Dieses, ich nenne es mal Elefantenrennen, ist im Grunde eine der Haupthandlungen des Films. Die Zerstörer holen langsam auf und den Widerständlern geht der Sprit aus. Nach und nach werden die Schiffe abgeschossen und es gehen bei einem Angriff auf einen Schlag ein paar bekannte Figuren wie Admiral Ackbar drauf. Dabei kommt es zu der für mich blödesten Szene des Ganzen Films. Leia, jetzt Generalin, wird dabei ins Weltall gepustet und dürfte das eigentlich nicht überleben. Aber plötzlich gehen die Augen auf und sie schwebt wie an einem Seil gezogen, zurück ins Raumschiff. Auch wenn sie eine Skywalker ist, hat sie bisher nie wirklich die Macht benutzt und ist, soweit ich weiß auch nicht ausgebildet worden. Und jetzt überlebt sie einfach mal so ohne Schutzausrüstung einen Ausflug ins Weltall.

Bösewicht Kylo Ren hat mir allerdings besser gefallen wie noch in Episode 7. Man weiß nie woran man bei ihm ist. Und das sorgt auch für die größte Überraschung des Films. Der oberste Anführer Snoke hat in Ep 8 mehr Screen Time wie noch beim Vorgänger und wird eigentlich auch zu einem richtig fiesen Bösewicht aufgebaut. Nur Plötzlich wird er von Kylo Ren einfach zersäbelt. Sicherlich etwas, womit keiner gerechnet hat und auf den ersten Blick auch eine coole Idee. Aber wenn man mal genauer drüber nachdenkt, ist die komplette Figur nun (stand Heute) für die neue Trilogie komplett überflüssig. Wer oder was war Snoke? wie ist er an die Spitze der Ersten Ordnung gekommen? Verwandt mit dem Imperator? Darauf gibt es keine Antworten und ich habe das Gefühl, dass auch Ep 9 da nix liefern wird. Für mich sieht es so aus, als habe man eine durchaus interessante Figur für einen billigen Schockeffekt über die Klinge springen lassen.

Vielleicht wollte man auch nur vermeiden, dass die Leute wieder das Gefühl haben, als würden sie den Imperator 2.0 sehen und somit nur wieder eine Variation der anderen Filme. Das Gefühl kommt aber trotzdem auf. Die Snoke Teilungsszene mit dem ganzen drumherum erinnert sehr stark an das Duell Vader, Luke und Imperator aus Episode 6. Und die anschließende Flucht der Rebellen, bzw. des Wiederstands auf den Planeten mit der salzigen Oberfläche und dem Bodenangriff der Ersten Ordnung hat man auf dem Eisplaneten Hoth in Ep 5 auch schon mal gehabt.

Die letzten Jedi bietet viele Schauplätze zwischen denen immer wieder hin und her gewechselt wird und gerade in der zweiten Hälfte hatte ich den Eindruck als wollten die Macher den Film überhaupt nicht enden lassen. Es geht immer wieder weiter und so gibt es gar keinen richtigen Höhepunkt am Ende. Auch keinen wirklichen Cliffhanger. Denn viele Sachen sind schon auserzählt und ich weiß nicht, was da in Episode 9 noch alles kommen soll. Das was Ep 8 zu bieten hat, hätten andere wahrscheinlich in 2 Filme gepackt. Und wenn für 9 nicht irgendwas komplett neues mit eingeführt wird kann ich mir nicht vorstellen, dass das Zusammenführen der jetzt noch offenen Fäden für einen kompletten Film reicht.

Noch ein paar Sätze zu Luke Skywalker. Der muss im Vergleich zum Vorgänger hier endlich mal was für sein Geld tun. Schauspielerisch ist das echt in Ordnung aber zu Beginn ist er mir eine Spur zu ‘abgefuckt’. Mit Beginn des Trainings mit Rey wird es besser, auch wenn letztendlich erst Yoda erscheinen muss, damit er den Arsch endgültig hoch bekommt.

Yoda ist ein gutes Stichwort. War schön ihn zu sehen, aber die Art wie er sich gibt passt überhaupt nicht zu ihm. Das ist kein alter waiser Jedimeister, der immerhin schon eins mit der Macht geworden ist, sondern der komische aufgedrehte Kautz den er bei seinem ersten Treffen mit Luke in Ep 5 spielt. Schade, da hätte ich mir etwas mehr Würde erhofft.

Luke selber bekommt am Ende einen richtig starken Auftritt, der ihn aber letztendlich das Leben kostet. Allerdings bekommt er keinen schönen Abgang, da hätte er etwas mehr verdient. Ich gehe aber mal stark von aus, dass er in Ep 9 als Machtgeist in Erscheinung treten wird.

Da ist also einiges, was ungereimt war oder mir einfach nicht gefallen hat. Das ging bis zur letzten Szene mit dem Stalljungen wo ich nur noch drauf gewartet habe, dass er sich seinen Besen zwischen die Beine klemmt und in bester Harry Potter Manier davon fliegt. Ich hoffe, da wird kein nervendes Balg herangezogen wie es der kleine Anakin in Episode 1 war.

Wie man sieht, ist Episode 8 kein Film der besser wird, je länger man drüber nachdenkt. Das ist zumindest mein aktueller Stand zu der ganzen Sache. Lust ihn mir noch mal anzusehen (spätestens zu Hause auf Blu-Ray) habe ich allerdings schon. Denn trotz der, zugegebenermaßen, vielen Kritikpunkte war der Film zu keiner Zeit langweilig, sah klasse aus und Star Wars Feeling gab es auch genug. Man muss den Machern auch zugutehalten, dass es ziemlich Mutig war, einen Star Wars Film so zu machen, denn die doch sehr geteilten Meinungen zeigen, dass man negativen Stimmen durchaus in Kauf genommen hat. Und auch die Einspielergebnisse deuten darauf hin, dass 8 lange nicht so viel Geld einspielen wird wie 7.

DCTV – Folge 124: Filmwoche 50/2017

Starts am 14.12.2017

Star Wars Episode 8 – Die letzten Jedi

Das neueste Star Wars Abenteuer konnte ich mir leider noch nicht ansehen, das ist aber in den nächsten Tagen fest eingeplant. Was ich dann davon halte, werde ich in der nächsten Woche dann berichten.

Die bisherigen Kritiken kann man ja nur mit Vorsicht genießen um nicht zu viel vorab verraten zu bekommen. Was man aber heraushört ist, dass sich die Filmwelt wohl nicht wirklich einig ist. Das geht vom besten bis zum schlechtesten Film der Reihe. Zumindest ist es mit 152 Minuten der bislang längste Teil der Reihe und er schließt nahtlos an Episode 7 an. Das gab es ja bisher auch noch nicht.

Auf jeden Fall wird der Film wieder sein Publikum finden und Disney Milliarden in die Kasse spülen. Ob zu Recht, wissen wir in ein paar Tagen.

Weitere Starts:

keine

Blu-Rays der letzten Woche

Wonder Woman

Den bisher besten Film des DC Universums habe ich hier schon besprochen und die positive Meinung gilt auch weiterhin. Deshalb soll es hier jetzt nicht weiter um den Film sondern die Blu-Ray selber gehen.

Bei der soll an ein paar Stellen der Ton nicht ganz synchron zum Bild sein. Da ich vorher nicht wusste um welche Stellen es sich handelt ist es mir ehrlich gesagt gar nicht aufgefallen. Aber da es eine Umtauschaktion geben soll, wird jeder den es stört eine korrigierte Fassung bekommen können.

 

Monsieur Pierre geht online

Den Franzosen Pierre Richard hätte ich auf dem Cover nicht wiedererkannt. Allerdings habe ich ihn auch zuletzt in den 80ern in einem Film gesehen. Nun spielt er die Hauptrolle in einer ‘kleinen’, frischen französischen Komödie.

Er spielt den griesgrämigen Witwer Pierre, der kaum noch das Haus verlässt. Um ihn ein wenig aus seinem Schneckenhaus zu locken bittet seine Tochter den Freund ihrer Tochter dem alten Mann ein wenig die Welt der Computer und des Internets zu zeigen.

Nach anfänglicher Skepsis findet Pierre gefallen an dem neuen Spielzeug. Besonders als er eine Dating Webseite findet und sich mit einer jungen Frau anfreundet. Da er als Profilbild ein Foto seines ‘Lehrers’ benutzt hat, muss der dann später beim ersten Treffen natürlich auch ran.

Monsieur Pierre geht online ist eine richtig feine Komödie geworden, ohne das da mit dem Holzhammer versucht wird, lustig zu sein.

The Walking Dead Staffel 7

Die Serie um die lebenden Toten geht nun auch schon in die siebte Runde. Wobei die titelgebenden Zombies eigentlich gar keine große Rolle mehr spielen. Staffel 7 führt den neuen Oberschurken Negan ein, der von seiner Basis aus alle im Umkreis liegenden Gemeinden abkassiert. Wer nicht genug Vorräte liefern kann, wird bestraft.

So geht es hier auch nicht mehr darum, sich vor den fleischfressenden Zombies zu schützen, sondern Negan in Sicherheit zu wiegen und in der Zwischenzeit genug Waffen und Leute zusammenzubekommen um Negan und seine Truppe auszuschalten.

Dass Zombies nicht mehr das größte Problem sind sah man ja schon in den letzten Staffeln. Dadurch geht für mich leider ein bisschen die Atmosphäre flöten, die die ersten Staffeln ausgemacht hat. Trotzdem hat die Serie durch Negan neuen Schwung bekommen auch wenn man wieder mal ein bisschen Probleme mit chronologischer Erzählweise hatte. Dies ist aber nicht so ausgeprägt wie in anderen Staffeln.

Das Staffelfinale ist wieder ein richtiges Highlight, obwohl es lange keinen so fiesen Cliffhanger gibt wie in der sechsten Staffel.  Was nach wie vor nervt ist die Bildqualität und auch da wiederhole ich mich gerne. Das Bild ist zum Teil wieder mal extrem verrauscht. Das soll zwar zum Stil der Serie gehören aber gefallen tut es mir trotzdem nicht.

DCTV – Folge 097: Filmwoche 18/2017

Starts am 04.05.2017

Sieben Minuten nach Mitternacht

Heute mal wieder ein Film bei dem es nicht s einfach sein wird, ihn im Kino anzusehen. Wenn er irgendwo läuft dann entweder in der Originalversion und/oder in den kleinsten Sälen. Was schade ist, denn wenn man nach den Trailern geht, haben wir es hier mit einem Film zu tun der für die ganz großen Leinwände gemacht wurde.

Es geht um einen zwölfjährigen Jungen der Angst um seine kranke Mutter hat, in der Schule verprügelt wird und auch noch ärger mit seiner Großmutter hat, bei der er leben soll. Als er eines Nachts mal wieder aus einem Alptraum erwacht ist ein großer Baum vor seinem Fenster lebendig geworden und ruft nach ihm.

Dramatische Geschichte und phantasievolle Bilder die ein wenig an Pans Labyrinth erinnern, auch wenn der Baum ein wenig Ähnlichkeit mit jemandem der Guardians of the Galaxy hat. Das könnte durchaus ein Film sein, der mir gefällt.

Blu-Rays der letzten Woche

Rogue One – A Star Wars Story

Pünktlich zum Welt Star Wars Tag wurde nun Rogue One für die Heimkinos veröffentlicht. Da der Film hier schon mehrfach Thema war, will ich auch gar nicht so ausführlich drauf eingehen.

Rogue One spielt zeitlich unmittelbar vor den Ereignissen von Episode IV und handelt von der Erbeutung der Pläne für den Todesstern. Das hat zur Folge, dass einige Figuren aus der ersten Trilogie aber auch aus der zweiten auftauchen. Somit ist der Film ein sehr gutes Bindeglied zwischen den Episoden 3 und 4 und eigentlich auch mehr als nur ein Spin-Off.

Es ist erstaunlich gut gelungen die Optik aus Episode IV einzufangen und trotzdem Effektmäßig auf der Höher der Zeit zu sein. Auch ist Rogue One um einiges härter und dreckiger aus die ‚echten‘ Star Wars Filme. Überhaupt ist hier der Titel Star Wars das erste Mal richtig passend.

In meinem letzten Artikel über Rogue One hatte ich bemängelt, dass der Anfang mit den vielen Ortswechseln ein bisschen verwirrend rüberkommt. Das muss ich aber nach der zweiten Sichtung etwas abmildern. Das Ganze wirkt doch mehr aus einem Guss wie damals im Kino. Trotzdem kann man nicht leugnen, dass der Film immer ein wenig gehetzt wirkt.

Es passiert in den 134 Minuten aber auch so einiges wenngleich die eigentliche Handlung eher simpel ist. Drumherum wird sich halt auch um viele kleinere Handlungsstränge gekümmert. Das hat natürlich den Vorteil, dass zu keiner Zeit auch nur im Ansatz Langeweile aufkommt.

Rogue One ist und bleibt eine echte Überraschung denn das sich der Film so dermaßen gut in die Star Wars Saga einfügen würde, damit haben wohl die wenigsten gerechnet. Und wenn man bei den weiteren Spin Off Filmen ähnlich sorgfältig zu Werke geht, dürfen da gern auch noch ein paar mehr kommen.

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