Blog & Mehr…
August 2017
M D M D F S S
« Jul    
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031  
Blu-Ray der Woche

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de
Blogverzeichnis
Blog Top Liste - by TopBlogs.de


Mein YouTube Kanal

DC auf Facebook

Quentin Tarantino

DCTV – Folge 055: Filmwoche 23/2016

Starts am 09.06.2016

Stolz und Vorurteil & Zombies

Wenn man einen blutigen Zombiefilm mit einem anderen Genre mischt, kommen ja oft ganz gute Sachen heraus. Zombieland z.B. war eine Komödie, Maggie mit Schwarzenegger ging als Drama durch und in dem romantischen Warm Bodies durfte sich ein Zombie sogar verlieben.

Dieser im 19. Jahrhundert spielende Film scheint irgendwie alles ein wenig zu sein. Wegen einer ausgebrochenen Zombieapokalypse bildet ein Vater seine 5 Töchter zu Zombiekillern aus. Gleichzeitig sollen ein paar der Töchter zwischen dem ganzen Gemetzel unter die Haube gebracht werden.

Wenn man zu viele Genres mixt, kann das auch in die Hose gehen und das ist es dann auch was die Kritiken dem Film ankreiden. Auf der anderen Seite scheint die 19. Jahrhundert Atmosphäre recht gut rüber zu kommen und für Ekel und Schocker dürfte auch gesorgt sein. Sieht zumindest nicht komplett uninteressant aus.

Blu-Rays der letzten Woche

The Hateful 8

hatefull8_bdÜber Tarantinos neuestes Werk hatte ich ja in diesem Video schon mal ein paar Worte gesagt. Nun gibt es das verschneite Mammutwerk auch im Heimkino. Erster Wehrmutstropfen: die im Kino exklusiv in den 70mm Projektionen eingefügten zusätzlichen Minuten sucht man hier leider vergeblich. Auch wenn es sich wohl hauptsächlich um Landschaftsaufnahmen, Ouvertüre und Pause handelt ist es doch schade.

Auf der anderen Seite ist der Film so schon lang genug. Er zieht sich zwar nicht wie Kaugummi, hat aber doch schon mit der ein oder anderen Länge zu kämpfen. Hatte Tarantino bei Django Unchained noch auf die typische Kapitelunterteilung verzichtet, findet sie nun hier wieder statt. Sinnvoll ist die Aufteilung nicht immer und der Film würde wahrscheinlich ohne genauso gut funktionieren. Auch an den endlosen Dialogen hat sich nichts verändert. Zwar kann man nicht behaupten, dass sich über belangloses unterhalten wird (das meiste hat irgendwann irgendwo im Film eine Bedeutung), aber Tarantino nutzt dafür halt auch extrem viele Worte.

Technisch macht The Hateful 8 auf Blu-Ray eine sehr gute Figur und man sieht die 70mm Herkunft in jeder Einstellung. Schade nur, dass sich das Material selber nicht wirklich für das extreme Breitbildformat eignet. Ich finde sogar, dass es dem Film mehr schadet als nützt. Da das Ganze ja die meiste Zeit in einer kleinen Hütte spielt, kommt einem das Gebäude größer vor als es eigentlich ist. Die Bildkomposition ist zwar sehr gut, aber mit einem schmaleren Bildformat würden die beengten Verhältnisse bestimmt noch intensiver wirken.

Kein schlechter Tarantino, doch andere seiner Filme laden doch eher mal zum wiederholten ansehen ein.

DCTV – Folge 037: Filmwoche 04/2016

Außerdem im Video: eine kurze Kritik zu The Revenant

Starts am 28.01.2016

The Hateful 8

Quentin Tarantino dreht nach Django Unchained schon seinen zweiten Western in Folge wobei ich ja gehofft hatte, dass er mal wieder ins Gangster Genre zurück wechselt, wo er ja mit angefangen hat. Das, was man bisher von dem Film gehört oder gesehen hat, könnte aber durchaus in Richtung von Reservoir Dogs gehen, Tarantinos erstem Film. Dieser spielte zum großen Teil in einer Lagerhalle und wurde immer wieder durch Rückblenden unterbrochen in denen auf die einzelnen Charaktere näher eingegangen wurde.

The Hateful 8 spielt wohl auch hauptsächlich in einer verschneiten Hütte in der sich 8 unterschiedliche Personen begegnen. Rückblenden einzubauen um den Figuren einen Background zu geben wäre typisch für Tarantino. Ich bin gespannt wie er das löst und hoffe, dass es nicht nur zweieinhalb Stunden belangloses Gelaber wird.

Was mich auch ein wenig stört ist Tarantinos Einteilung der Zuschauer in zwei Klassen. Dass er ein Liebhaber der klassischen analogen Kinos ist, und The Hateful 8 auf 70mm Breitbild gedreht hat, ist ihm ja grundsätzlich hoch anzurechnen (wenn da für die Blu-Ray Fassung das 70mm Material abgetastet wird, gibt das ein Fest für die Augen). Was ich allerdings nicht so gut finde ist, dass er in die 70mm Fassung ein paar zusätzliche Minuten eingefügt hat, die den ’normalen‘ Kinoprojektionen vorenthalten werden. Und da es diese Fassung deutschlandweit in nur 4 Kinos gezeigt wird, werden einige interessierte doch recht weite Anfahrtswege in Kauf nehmen müssen.

Ich werde es nicht tun, und mich mit der Standardfassung zufrieden geben. Vielleicht ist Tarantino ja so gnädig und bringt später die lange Version fürs Heimkino auf den Markt.

Blu-Rays der letzten Woche

Unknown User

unknown_userDas ist doch mal eine interessante Idee. Der ganze Film spielt sich auf dem Bildschirm eines Laptops ab und dort in Form von Videokonferenzen und Chatfenstern.

Ein paar Jugendliche treffen sich in einer Videochatgruppe bei der sich plötzlich noch eine weitere Person einloggt, von der aber keiner weiß, um wen es sich handelt. Es stellt sich heraus, dass es sich um das Profil von einem Mädchen handelt, das genau ein Jahr zuvor Selbstmord begangen hat. Anfangs noch als makaberer Scherz abgetan, wird daraus für die Chatter im weiteren Verlauf tödlicher ernst.

Unknown User ist mit minimalstem Aufwand ziemlich packend inszeniert und geht ein wenig in Richtung Blair Witch Project und Paranormal Activity. Sicherlich kein Film für mehrfaches Ansehen aber einmal sollte man sich dieses ‚Experiment‘ mal ansehen. Obwohl ich ja glaube, dass wir zukünftig noch mehr Filme in dieser Art sehen werden. Ein großes Budget braucht man dafür nicht.

Django unchained (Kino)

Erstaunlich, was Quentin Tarantino immer mal wieder aus dem Ärmel schüttelt. Anfangs noch auf das Gangster-Genre fixiert ging es mit dem Martial Arts Rachefeldzug Kill Bill und dem fiktiven 2. Weltkrieg Epos Inglourious Basterds weiter um nun mit Django unchained beim Spaghetti- oder Italo Western zu landen. Ein Genre, bei dem er sich in den letzten Filmen schon immer mal wieder bedient hat.

Django unchained erzählt die Geschichte des Sklaven Django, der von dem deutschen Kopfgeldjäger aka Zahnarzt Dr. King Schultz „angeheuert“ wird um ihm bei der Identifizierung einiger Verbrecher zu helfen. Im Laufe der Zeit kommt heraus, das Django verheiratet ist, und seine Frau wiederfinden will. Schultz beschließt, ihn bei der Suche zu unterstützen, welche sie schließlich auf die Plantage des „nicht wirklich sympathischen“ Calvin Candie führt.

Anders als bei den letzten Filmen hat Tarantino dieses Mal keine Unterteilung in Kapitel gemacht. Trotzdem kann man den Film grob in zwei Teile gliedern. Die erste Hälfte ist eine typische Kopfgeldjäger Geschichte und ziemlich rasant erzählt. In der zweiten Hälfte, die in etwa bei der Ankunft auf Candies Plantage beginnt nimmt Tarantino das Tempo raus und das Motiv Rache rückt mehr und mehr in den Vordergrund. Dass es da trotzdem nicht zu Längen kommt liegt an den eingebauten Schießereien, die zwar kurz aber brachial sind. Hier spritzt dann auch das meiste Filmblut durch die Gegend.

Die Rollen sind, Tarantino typisch, bis in den kleinsten Part klasse besetzt, Da wären Don Johnson, Michael Parks, Bruce Dern oder der original Django Franco Nero. In der Titelrolle ist Jamie Foxx zu sehen der hier wohl vor hatte, den Begriff „Cool“ neu zu definieren. Neben ihm spielt Quentins neuer bester Freund Christoph Waltz den Kopfgeld jagenden Zahnarzt aus Düsseldorf. Mir gefiel seine Performance als Hans Landa in Inglourious Basterds zwar ein wenig besser aber zu kritisieren gibt’s an seiner Leistung nix. Beeindruckender ist die Darstellung von Leonardo DiCaprio als fieser Plantagenbesitzer. Der arme Kerl spielt sich in fast jedem Film (auch hier) die Seele aus dem Leib und wird bei den Oscars nach wie vor ignoriert. Unverständlich. Dann hätten wir noch Samuel L. Jackson, der ja in einem Tarantino Film nicht fehlen darf. Ich dachte ja, dass es sich wieder nur um eine kleine Nebenrolle handeln würde aber sein Part war dann doch etwas größer. An das weiße Haar und die Dieneruniform muss man sich aber bei Mr. Cool erst mal gewöhnen 😎 .

Was man dem Film ankreiden könnte ist, dass er in der zweiten Hälfte etwas zu lang geraten sein könnte. Ich schreibe bewusst nicht „ist“, weil das bei einem Tarantinofilm schon mal vorkommen kann. Bei den Spannungsbögen arbeitet er halt gern mal gegen den Trend. Vergleichbar ist Django mit Kill Bill wenn man Vol. 1 und 2 am Stück guckt, nur, dass es bei Django am Ende doch etwas Lauter zugeht. Es wird halt viel geredet und das ist auch Tarantino typisch.

Zu erwähnen wäre noch dass Kameramann Robert Richardson den Film hervorragen fotografiert hat. Ein Fest für die Augen. Und das ganze ohne 3D oder HFR Gedöns.

Also, wie bewertet man einen Film, der einem fast durchweg super gefallen hat und dem man nix böses will? Für die etwas in die Länge gezogene zweite Hälfte gibt’s einen Punkt Abzug, den ich aber sofort für den coolsten Soundtrack seit Jackie Brown wieder drauf schlage. Macht 5 von 5 Nig….. 😉

Django Unchained Teaser

Quentin Tarantino scheint wieder etwas fleißiger zu werden. Hatte es doch nach Jackie Brown 6 Jahre gedauert, bis Kill Bill kam und dann wieder 5 Jahre bis Inglourious Basterds (Death Proof mal außen vor 😉 ), steht nun nach kaum 3 Jahren sein nächster Film in den Startlöchern.

Mit der Story habe ich mich noch nicht befasst aber Django Unchained scheint der Western zu werden, den Tarantino immer mal drehen wollte. Ein Remake der alten Django Filme wird es wohl nicht aber der ehemalige Django Darsteller Franco Nero hat laut Casting Liste auch einen Auftritt. Überhaupt tummeln sich auf dieser wieder allerhand große Namen.

Samuel L. Jackson war ja zu erwarten und das Tarantino nach Basterds wieder mit Christoph Waltz arbeitet, ist für mich auch keine große Überraschung. Leonardo DiCaprio wollte ich schon immer mal in einem Tarantino Film sehen, Jamie Foxx spielt die Titelrolle und der gute alte Don Johnson dürfte mit Django seine Karriere wieder ein wenig ankurbeln.

Der Teaser (bei der länge eigentlich schon eher ein Trailer) mach eine ganz passable Figur und Lust auf mehr. Hier ist er:

Inglourious Basterds (Kino)

Tarantino dreht einen Film über den zweiten Weltkrieg. Was sollte man da erwarten? Keine Ahnung. Aber was man nicht erwarten sollte ist eine historisch korrekte Aufarbeitung des Themas. Denn das ist Inglourious Basterds in keiner Sekunde. Es ist eine fiktive Geschichte darüber, was „möglich gewesen wäre“. Deshalb beginnt der Film auch wie jedes Märchen mit den Worten „Es war einmal…“.

Weiterlesen

Death Proof – Todsicher (DVD)

Film:
Ein paar Mädels amüsieren sich in einer Bar. Auch Stuntman Mike (Kurt Russel) sitzt am Dresen. Eins der Mädchen will sich von Mike nach Hause fahren lassen. Sein Auto ist für Stunts umgebaut und damit provoziert er einen Unfall mit dem Wagen der anderen Mädchen. Alle außer Mike sterben. Ein paar Monate später versucht er das Spielchen erneut. Nur dieses mal sind die Damen auch im Stuntgeschäft und wollen den Spieß umdrehen.

Tarantino hatte diesen Film für „Grindhouse“ (ein Double-Feature mit seinem Kumpel Robert Rodriguez) gedreht. Aufgrund der schlechten Einspielergebnisse in Amerika beschloss man hierzulande aus Grindhouse 2 Filme zu machen und so kam zuerst Tarantinos „Death Proof“ in einer verlängerten Version ins Kino (Der Rodriguez Film „Planet Terror“ folgte ein paar Monate später). Und das ist wohl auch der Grund, warum der Film nicht funktioniert. Er zieht sich wie Kaugummi und die meiste Zeit wird nur über belanglose Dinge gelabert. Dialoge sind ja in einem Tarantinofilm nichts ungewöhnliches und waren auch immer passend und cool. Aber in Death Proof sind sie einfach nur langweilig.

Wenn mal nicht geredet wird, dann wird gefahren. Und hier punktet „Death Proof“, denn die Verfolgungsjagden sind erste Sahne und Action satt. Nur reicht das leider nicht aus, um den negativen Eindruck wieder etwas ins positive zu rücken. In einer kürzeren Version zusammen mit „Planet Terror“ als Double Feature könnte der Film noch funktionieren aber so kann ich nur sagen: Das war nix, Quentin.

DVD:
In der ersten Hälfte trimmt Tarantino den Film absichtlich auf alt um einen Schmuddelkino-Look zu erzielen. Auf DVD wird das ganz gut rübergebracht und auch sonst ist die Bildqualität durchaus in Ordnung.
Auch der Ton hat in der ersten Hälft beabsichtigte Störungen ist aber ansonsten auch OK. Ich hab zwar den Bass etwas vermisst und die Sourrounds werden auch nur selten angesprochen aber das liegt auch zum Teil am Film selber, der Soundmäßig einfach keine großen Möglichkeiten bietet.
Bonus bietet die Einzel-DVD so gut wie gar nicht. Dies ist wohl der dem Doppel-DVD Set im Benzinkanisterdesign vorbehalten. Diese Version war mir aber zu teuer, denn für etwas Bonusmaterial und nach Diesel riechende DVD´s war mir der Aufpreis von fast 20€ dann doch zu happig.

Ich bei Twitter