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Blu-Ray der Woche

Three Billboards outside Ebbing, Missouri

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DCTV – Folge 145: Filmwoche 27/2018

Starts am 05.07.2018

The First Purge

Die ersten drei Teile der Purge Reihe haben mir im Großen und Ganzen sehr gut gefallen. Nur war da nach dem dritten Teil dann auch irgendwie die Luft raus. Das haben sich wohl auch die Macher gedacht und setzen die Reihe nicht fort sondern gehen an den Anfang.

Im Endeffekt wird sich aber am Schema nicht viel ändern. Es geht immer noch darum, dass in einer Nacht im Jahr alles erlaubt ist und das man sogar jeden umlegen darf, der einem nicht gefällt. Und auch, wenn man hier nun die allererste Purge Nacht gezeigt bekommt, gehts am Ende bestimmt auch wieder nur darum, das Ganze zu überleben.

Blu-Rays der letzten Woche

Three Billboards outside Ebbing, Missouri

Auch wenn der Titel etwas sperrig ist, hat man es hier zwar mit einem etwas ungewöhnlichen, aber nicht sperrigen Film zu tun. Erzählt wird die Geschichte von Mildred Hayes, deren Tochter vergewaltig und anschließend verbrannt wurde. Da es nach mehreren Monaten immer noch keine Hinweise auf den Täter gibt und Mildred der Meinung ist, die Polizei würde nicht alles was möglich ist unternehmen, greift sie zu einer drastischen Maßnahme um darauf hinzuweisen.

Sie mietet drei große Werbetafeln, die an eine Landstraße in der Nähe ihres Wohnortes stehen und beschriftet sie mit eindeutigen kurzen Sätzen. Darin wird unter anderem der örtliche Polizeichef Willoughby direkt beschuldigt. Der hat aber neben der ungeklärten Vergewaltigung noch ganz andere Probleme.

Also ein durchaus ernstes Thema, was man hier aber nicht als solches verpackt. Natürlich bekommt man hier keine lustige Komödie präsentiert aber der schwarze Humor, den man hier hat einfließen lassen intensiviert die ernsten und dramatischen Teile des Films noch zusätzlich.

Möglich machen das vor allem die hervorragenden Darsteller. Frances McDormand in der Rolle der Mildred konnte hier zu recht ihren zweiten Oscar nach Fargo (1997) entgegennehmen. Ebenso Sam Rockwell, der hier als brutaler Polizei Officer nicht gerade sympathiepunkte bekommt.

Zwar ohne Oscarauszeichnung aber mindestens genauso gut hat mir Woody Harrelson in der Rolle des Polizeichefs gefallen. In solchen Rollen hat man den bisher nicht so oft gesehen.

Wenn ich überhaupt etwas kritisieren würde, wäre das , dass es am Ende keine richtige Auflösung des Falls gibt. Um aber an der Gesamtwertung auch nur ein wenig zu rütteln, reicht das nicht. Einer der besten Filme des Jahres.

Die Verlegerin

Katharine Graham hat nach dem Tod ihres Mannes die Leitung der Zeitung Washington Post übernommen. Während der Vorbereitungen für den Börsengang des Unternehmens im Jahr 1971 bekommt die Redaktion geheimes Material der Regierung über den Vietnamkrieg zugespielt.

Nun stellt sich die Frage, ob man das Material veröffentlichen soll oder nicht. Da es sich dabei um geheime Dokumente handelt, befürchtet man, dass eine Veröffentlichung hohe Strafen nach sich ziehen könnte.

Die Kombination von den Hauptdarstellern Maryl Streeb und Tom Hanks und Regisseur Steven Spielberg verspricht so einiges und im Großen und Ganzen kann der Film das auch halten. Man sollte sich aber schon ein wenig für die amerikanische Geschichte interessieren, auch wenn das Hauptthema Pressefreiheit Global ist.

Die Verlegerin ist sicher nicht für jeden was aber ich finde Spielberg hat das Thema gut getroffen und einen durchaus unterhaltsamen Film daraus gemacht.

Fifty Shades of Grey – Befreite Lust

Hier ist also endlich der Abschluss der Fesselspielchen Trilogie. Falls man das überhaupt so nennen darf. Wie schon bei den ersten beiden Teilen gibt es auch hier eine etwas längere und angeblich freizügigere Version des Films zu bestaunen. Da es sich dabei aber nur um schlappe 5 Minuten handelt fällt das ganze lange nicht so umfangreich aus wie noch beim Vorgänger.

Nach der Hochzeit haben die Greys nicht lange Zeit, das Ganze zu genießen. Neben einer ungewollten Schwangerschaft gibt es auch noch eine Entführung mit Lösegeldforderung zu überstehen. Das ist auch im Grunde schon alles, was man zur Handlung sagen kann.

Der dritte Teil hat mehr was von einer Seifenoper aus dem RTL Vorabendprogramm als wie von einem Kinofilm. Was wirklich tolles waren ja schon die ersten beiden Teile nicht aber hier ist ja noch nicht mal mehr das unfreiwillig komische komisch.

Wenn man den Machern eins zugutehalten kann, ist es, dass man nicht wie inzwischen leider üblich, aus dem letzten Teil einer Buchtrilogie einen zweiteiligen Film gemacht hat. Ich kenne die Buchvorlage nicht aber das was hier geboten wird füllt noch nicht mal einen 64 Seitigen Groschenroman aus dem Bastei Verlag.

Sorry, aber bitte keine Shades of Grey mehr…

DCTV – Folge 144: Filmwochen 24+25/2018

Starts am 14.06.2018

Hereditary

Eine Familie lebt in einem abgelegenen Haus am Waldrand. Alles läuft normal, bis die Großmutter stirbt. Neben unheimlichen Ereignissen muss sich die Familie plötzlich auch mit ihren Vorfahren auseinandersetzen.

Typischer Horror Haus Thriller oder doch mehr? Muss ich mir mal bei Gelegenheit ansehen.

Starts am 21.06.2018

Oceans 8

Ghostbusters hat gezeigt, dass es nicht unbedingt eine gute Idee ist, ein Remake zu machen, bei denen alles männlichen Hauptrollen durch weibliche ersetzt werden. Doch genau das wird hier in Oceans 8 auch gemacht. Das heißt, es geht mal wieder um einen raffiniert geplanten Raubüberfall. Nur das der dieses Mal nicht von der Oceans 11,12 und 13 Truppe durchgeführt wird sondern von 8 Frauen unter der Führung von Debbie Ocean, der Schwester von Danny Ocean.

Über Sinn und Unsinn von solchen Reboots nachzudenken macht keinen Sinn, da es so etwas immer wieder geben wird. Im besten Fall ist sowas unterhaltsam und hier hat man zumindest auf Darstellerseite aus den vollen geschöpft. Mit Sandra Bullock, Cate Blanchett, Anne Hathaway oder auch der Sängerin Rhianna hat man alles mit Rang und Namen vor die Kamera gezerrt.

Da ich schon bei den männlichen Oceans so meine Probleme hatte, dürfte der Film für mich nicht so interessant sein. Aber wer es mag…

Blu-Rays der letzten Woche

Your Name – Gestern, heute und für immer

Für diesen japanischen Animationsfilm gab es in Deutschland eine seltsame Veröffentlichungspolitik. Zunächst lief er im nur in bestimmten Kinos an einzelnen Tagen und jetzt wo die Blu-Ray schon draußen ist, läuft er sogar mal eine ganze Woche durch. Das Ganze übrigens über ein Jahr später als die Starts in anderen Ländern. Natürlich haben Animes in Deutschland keine riesige Fangemeinde aber wenn ein Film Weltweit über 350 Mio. $ einspielt, sollte er nicht so stiefmütterlich behandelt werden. Egal ob Anime oder nicht.

Nun liegt also die Blu-Ray vor und der Film hält, was der große finanzielle Erfolg verspricht. In Your Name geht es um die Teenager Mitsuha und Taki. Mitsuha lebt mit ihrer Schwester bei ihrer Großmutter auf dem Land, wünscht sich aber eigentlich ein Leben in der Stadt, wo was los ist.

Eines Nachts träumt sie davon, dass sie ein Junge ist, der in einer Großstadt lebt. Da der Traum sehr real wirkt und immer wieder passiert, versucht sie mehr über diesen Jungen herauszufinden. Dem Jungen, mit Namen Taki, passiert offenbar dasselbe, nur dass er sich im Körper von Mitsuha wiederfindet. Sind das wirklich nur Träume oder tauschen sie auch real die Körper?

Was anfangs noch eine recht witzige Teenager Verwechslungsgeschichte ist, wird nach und nach immer dramatischer. Darauf kann man hier aber nicht näher eingehen, ohne zu viel von der Handlung zu verraten. Es ist auch ein Film, wo man ein bisschen aufpassen muss, da die Handlung immer mal ein paar Sprünge macht, die erst am Ende einen Sinn ergeben. Als kompliziert würde ich das jetzt nicht bezeichnen aber man kann den Film halt nicht mal so nebenher gucken.

Die Qualität der Zeichnungen ist typisch-japanisch sehr gut. Besonders die Hintergründe sind beinahe schon Fotorealistisch. Für mich ist Your Name einfacher zugänglich wie viele andere Animes. Aber nur weil etwas ‘Massetauglicher’ gemacht wurde, ist es ja nicht unbedingt schlechter.

Downsizing

Hier haben wir einen Film, der total anders ist, als das, was man sich darunter vorstellt. Zunächst mal gibt es da die Überbevölkerung der Erde, weshalb man an einer Methode arbeitet, Menschen zu verkleinern. Nach einiger Zeit gelingt dies und das Projekt Downsizing geht in Serie. Wer sich dafür entscheidet, wird auf eine Körpergröße von etwa 12 cm geschrumpft und kann in speziell für kleine gebauten Städten leben. Zusätzlicher Anreiz ist, dass auch das eigene Vermögen durch eine Umrechnung angepasst wird, sodass z.B. ein Durchschnittsverdiener in Klein schnell mal zum Millionär werden kann. Einziger Haken: eine Rückverwandlung in normale Größe ist nicht möglich.

Das Ehepaar Paul und Audrey Sefranek wollen das Ganze wagen und beschließen, sich schrumpfen zu lassen. Zuerst ist Paul dran, doch als er nach der Prozedur geschrumpft aufwacht, muss er feststellen, dass seine Frau einen Rückzieher gemacht hat und er nun allein in sein neues Zuhause einziehen muss.

Bis dahin ist es eigentlich so, wie man es sich vorgestellt hat. Aber nun macht der Film allmählich eine Wendung die bestimmt nicht jedem gefallen wird. Dass man das Thema dann kritischer angeht und auch zeigt, dass diese Schrumpfungen nicht nur an Freiwilligen vorgenommen werden, ist in Ordnung aber diese Sache mit der Sekte gegen Ende hat mir dann gar nicht mehr gefallen.

Besonders in der zweiten Hälfte schleichen sich doch einige längen ein und da merkt man dann die 135 Minuten schon deutlich. Daran können auch Matt Damon und die beiden deutschsprachigen Schauspieler Udo Kier und Christoph Waltz nichts ändern. Dieser spielt zur Abwechslung mal nicht Hans Landa aus Inglourious Basterds.

Für mich ist Downsizing kein rundes Produkt. Vermutlich auch, weil ich einfach was anderes erwartet habe. Deshalb kann ich den Film auch niemandem empfehlen, der etwas erwartet wie ‘Liebling ich habe die Kinder geschrumpft’. Dass es Normale und Geschrumpfte Menschen gibt, ist in Downsizing kaum mehr als eine Randnotiz.

DCTV – Folge 143: Filmwoche 23/2018

Starts am 06./07.06.2018

Jurassic World – Das gefallene Königreich

Wie bissig die neuen Dinos sind, erfahrt ihr hier.

Weitere Starts:

Goodbye Christopher Robin

Hier muss man ein wenig vorsichtig sein, denn in diesem Jahr starten in Deutschland zwei Filme mit Christopher Robin im Titel. Beide handeln von dem Sohn des Winnie Puuh Autors A.A. Milne Christopher Robin, der den Geschichten aus dem Hundertmorgenwald als Vorlage diente.

In Goodbye Christopher Robin geht es um die Entstehungsgeschichte des berühmten Buches und die Auswirkungen des plötzlichen Erfolgs.

Kritiker bemängeln, dass man bei den negativen Auswirkungen nicht konsequent genug war um den Leuten die Lust an Winnie Puuh nicht komplett zu verderben.

Da der Film aktuell nicht in sehr vielen Kinos läuft, werde ich das erst später zu Hause überprüfen können. Aber gespannter bin ich eh auf den zweiten Christopher Robin Film in diesem Jahr. Dieser startet voraussichtlich im August und zeigt in einer Realverfilmung den erwachsenen Christopher Robin (gespielt von Ewan McGregor) der plötzlich wieder auf seine Plüschfreunde trifft.

Blu-Rays der letzten Woche

Die dunkelste Stunde

Großbritannien im Jahr 1940: Der amtierende Premierminister Chamberlain wird für die Misserfolge im ersten Kriegsjahr gegen Deutschland verantwortlich gemacht und zum Rücktritt gezwungen. Als Nachfolger wird Winston Churchill gewählt, der im Gegensatz zu seinem Vorgänger eine sehr viel aggressivere Politik gegen Deutschland verfolgt.

Die dunkelste Stunde ist keine Biografie von Churchill, da man sich lediglich auf den Zeitraum von wenigen Tagen im Jahr 1940 konzentriert, wo es unter anderem auch um die Rettung von einer ganzen Armee geht, die bei Dünkirchen eingekesselt ist.

Wie so oft bei der Verfilmung von historischen Stoffen, ist der Ausgang bekannt. Allerdings wird das Ganze doch recht spannend verpackt und optisch an die damalige Zeit angepasst.

Das große Highlight des Films ist aber Hauptdarsteller Gary Oldman, der in seiner Rolle als Winston Churchill kaum wiederzuerkennen ist. Erstaunlich, was mit Latex und Make-Up alles möglich ist.

Die dunkelste Stunde ist ein hervorragender Film geworden der trotz des ernsten Themas recht unterhaltsam ist. Die zwei Geschichtsstunden gehen jedenfalls ruckzuck rum.

Jurassic World – Das gefallene Königreich (Kino)

Nach einer längeren Dinofreien Zeit war Jurassic World vor drei Jahren ein richtiger Überraschungserfolg. Auch wenn die Geschichte in großen Teilen an den ersten Jurassic Park erinnerte waren die Fans doch so begeistert, dass der Film 1,6 Milliarden Dollar in die Studiokassen gespielt hat.

Mir hatte der erste Teil der neuen (wie es aussieht) Trilogie auch gefallen und so war die Vorfreude auf die Fortsetzung groß. Diese spielt drei Jahre nach den Ereignissen von Jurassic World und beginnt mit einer schlechten Nachricht.

Auf der Dinosaurierinsel Isla Nublar wird ein Vulkan wieder aktiv und droht die ganze Insel zu vernichten. Es kommt die Frage auf, ob man die Dinosaurier retten soll oder nicht. Die ehemalige Jurassic World Parkmanagerin Claire hat eine Organisation zum Schutz der Saurier gegründet und findet in Dir Benjamin Lockwood einen Geldgeber für die Rettungsaktion. Später stellt sich heraus, dass dessen Mitarbeiter nicht ganz uneigennützig das Geld investieren.

Jurassic World 2 startet recht brachial, da der im Trailer gezeigt Vulkanausbruch nicht das Ende sondern eher der Anfang des Films ist. Diese erste Hälfte des Films ist an Action und Effekten kaum zu überbieten. Die zweite Hälfte geht eine komplett andere Richtung und kann schon fast als Horror Thriller bezeichnet werden.

Da diese zweite Hälfte auf recht engem Raum spielt, bieten sich natürlich kaum noch Möglichkeiten für ganz Große Actionszenen. Auch ist alles recht düster, in mehrerer Hinsicht. Das kam im Kino nicht bei jedem gut an aber mir hat diese Aufteilung wie auch der ganze Film sehr gut gefallen.

Natürlich gibt es auch ein paar Dinge, die mir nicht so gefallen haben. Zum Einen dass es schon wieder eine genetisch getunten Dinosaurier gibt und zum anderen ist das Motiv des ‘Gegenspielers’ nicht wirklich plausibel. Dass es dem wieder mal nur um Geld geht ist mir eigentlich ein wenig zu einfach gestrickt.

Aber ansonsten können die Jurassic Park Dinos auch nach über 20 Jahren auf der Leinwand noch überzeugen. Und das Ende macht eine Fortsetzung ja schon fast zwingend nötig, weshalb ich mich auf den für 2021 angekündigten dritten Jurassic World Teil jetzt schon freue.

3D Zusatz: weiterhin kein wirklicher Mehrwert aber im Gegensatz zu Solo wirkt es sich nicht noch negativ auf die Bildqualität aus.

Solo: A Star Wars Story (Kino)

Über das zweite Star Wars Spin Off gab es ja schon im Vorfeld eine Menge Ärger. Erst wurde der neue Han Solo Darsteller von den Fans als unpassend gefunden und dann wurden auch noch die beiden Regisseure ausgetauscht nachdem der Film schon fast abgedreht war. Regie Veteran Ron Howard drehte dann einen Teil des Films neu (Gerüchte reden von mindestens 60%) und rettete damit wahrscheinlich, was noch zu retten war. Dem Film sieht man das nicht unbedingt an aber ein bisschen unrund wirkt das Ganze schon.

Han (der erst im Laufe des Films seinen Nachnamen bekommt) lebt mit seiner Freundin Qu’ra auf dem Planeten Corellia. Das Ganze spielt etwa zehn Jahre, nachdem das Imperium die Macht übernommen hat (also nach Episode III) und dieser Planet ist kein wirklich guter Ort zum Leben. Um von Corellia flüchten zu können brauchen sie Geld um Wachen bestechen und den Flug bezahlen zu können. Das Zauberwort in dem Falle heißt Coaxium, ein Stoff der für Hyperraumantriebe benötigt und auf dem Schwarzmarkt hoch gehandelt wird.

Trotzdem geht bei dem Versuch den Planeten zu verlassen etwas schief und nur Han kann flüchten. Und das auch nur, weil er sich für die imperiale Pilotenakademie verpflichtet. Drei Jahre später, Han ist inzwischen von der Akademie geflogen und zur normalen Armee gekommen, befindet er sich gerade in einer Schlacht bei der er den Schmuggler Beckett trifft der sich mit seiner Truppe unter die imperialen Kämpfer gemischt hat.

Nach einigem hin und her, bei dem Han auch noch einen gefangenen Wookiee befreit der sich als der bekannt Chewbacca herausstellt, entkommt die Gruppe von dem umkämpften Planeten. Zusammen wollen sie nun auf einem anderen Planeten einen Transportzug überfallen in dem riesige Mengen Coaxium transportiert werden. Und natürlich läuft da auch wieder nichts nach Plan.

Solo macht sicherlich Spaß, hat aber durchaus auch mit einigen Problemen zu kämpfen. Gerade die erste Hälfte ist nahezu nonstop Action die es einem schwer macht überhaupt in den Film reinzukommen. Auch eine vernünftige Einführung der Figuren bleibt da auf der Strecke.

Die zweite Hälfte wird dann deutlich besser. Da wird dann aus dem Ganzen ein regelrechter Gangsterfilm wo man nie weiß wo man bei den einzelnen Figuren dran ist. Da verrät jeder jeden. Auch funktioniert dann die Mischung von Spaß und Ernst etwas besser.

Ein großes Problem war von Anfang an Han Solo Darsteller Alden Ehrenreich. Der stand schon vor den ersten bewegten Bildern bei den Fans in der Kritik. Und im Nachhinein ist das auch nicht unbegründet. Allerdings hätte wahrscheinlich auch jeder andere Darsteller Probleme gehabt gegen Harrison Ford anzustinken. So richtig gefallen hat er auch mir nicht in der Rolle obwohl zumindest von den Bewegungen immer mal wieder der alte Han durchguckt. Der von Woody Harrelson gespielte Schurke Beckett ist da schon die deutlich dankbarere Rolle und der wertet den Film noch mal deutlich auf.

Natürlich wird auch Fanservice geliefert und damit Dinge gezeigt, die man durch die Ur-Trilogie schon weiß. Han trifft Chewbacca und Lando Calrissian dem er den Millenium Falken abluchst und damit Geschwindigkeitsrekorde bricht.

Auch für Freunde von Episode I und der Clone Wars Serie hat man sich was ausgedacht. Allerdings werden unter anderem dadurch am Ende zu viele Handlungen begonnen, die eine Fortsetzung beinahe schon zwingend notwendig machen. Und wenn ich das richtig verstanden habe, sollten die Spin Offs doch Einzelfilme bleiben.

Die Gerüchte verdichten sich ja, dass sich der nächste Film um Ob-Wan Kenobi drehen und ebenfalls zwischen Episode III und IV spielen soll. Damit könnte man zwar rein theoretisch auch die Han Solo Geschichten weiterführen, aber da sich Solo und Kenobi erst in Episode IV kennenlernen kann das eigentlich nicht funktionieren.

Solo ist sicherlich ansehbar, zählt für mich aber zu den schwächeren Filmen aus dem Star Wars Universum. Noch einen Dämpfer gibt es wegen 3D. Das ist einfach nur schlecht.

DCTV – Folge 142: Filmwochen 20+21/2018

Starts am 17.05.2018

Deadpool 2

Der zweite Teil um den etwas anderen Comichelden macht all das richtig, was schon in Teil eins funktioniert hat. Und alle, die den schon nicht mochten, können dich auch den zweiten schenken. Hier wird es etwas ausführlicher.

Starts an 24.05.2018

Solo – A Star Wars Story

Spin Off Nummer zwei aus dem Star Wars Universum beschäftigt sich mit einer jüngeren Ausgabe des beliebten Schmugglers Han Solo. Ob das funktioniert, lest ihr hier.

Blu-Rays der letzten Woche

Detroit

Die titelgebende Stadt im Jahr 1967. Eine Razzia in einem Club löst eine der schlimmsten Rasseunruhen in der Geschichte der Vereinigten Staaten aus. Ein paar Musiker geraten in die Tumulte und können sich gerade noch so in ein Motel retten. Dort hantiert ein anderer Gast mit einer Schreckschusspistole rum und sorgt damit dafür, dass das Motel von der Polizei gestürmt wird. Dabei werden mehrere Afroamerikaner getötet

Der auf wahren Begebenheiten basierende Film gibt zwar am Ende zu, dass man dieses mittlerweile 50 Jahre zurückliegende Ereignis nicht mehr restlos rekonstruieren und darstellen kann aber trotzdem scheint man hier recht nah an die Realität herangekommen zu sein.

Das liegt vor allem an der Art, wie die Geschichte gezeigt wird. Mit schnellen Schnitten und hektischen Kamerabewegungen erzeugt man einen dokumentarischen Stil der noch von eingestreuten Archivaufnahmen von damals unterstützt wird.

Dass es aber trotz geschichtlicher Genauigkeiten letztlich doch ‘nur’ ein Film ist sieht man an der extrem spannenden Inszenierung. Allein die Befragung der Verdächtigen nach der Stürmung des Hotels nimmt locker eine Dreiviertelstunde in Anspruch ohne auch nur eine Sekunde langatmig zu werden.

Detroit ist ein von der ersten bis zur letzten Sekunde packender Film. Und Filme, bei denen sich die Amis mal mit ihrer eigenen, nicht so sauberen Vergangenheit beschäftigen, kanns gar nicht genug geben.

Jumanji: Willkommen im Dschungel

Ich gebe zu, dass ich den ersten Jumanji Film von 1995 mit Robin Williams nur ein einziges Mal gesehen habe und da hatte er mir nicht wirklich gefallen. Nun gibt es also eine indirekt Fortsetzung, für die man aber den ersten Teil nicht unbedingt gesehen haben muss.

Vier Teenager müssen beim Nachsitzen ein Schullager aufräumen und entdecken dabei eine alte Spielkonsole. Nachdem sie es zum Laufen bekommen haben, wählt jeder von ihnen eine Spielfigur aus und ehe sie sich versehen, landen sie mitten in einem Dschungel. Allerdings in Gestalt der von ihnen ausgewählten ‘erwachsene’ Figuren, von denen jeder andere Fähigkeiten hat.

Um das Spiel zu beenden und wieder verlassen zu können, müssen sie einen Edelstein wiederfinden und im Auge eines großen Jaguars aus Stein platzieren von wo er von jemandem gestohlen wurde. Dabei treffen sie auf eine weitere Spielfigur, die schon etwas länger in dem Spiel fest hängt.

Jumanji ist einer von den Filmen, die einfach nur Spaß machen sollen und das klappt ziemlich gut. Gerade die erwachsenen Schauspieler in deren Körpern ja eigentlich die Teenager stecken sorgen immer wieder für Lacher.

Wer einen richtig gut aussehenden, unterhaltsamen, lustigen Film für fast die ganze Familie sucht, kann bei Jumanji: Willkommen im Dschungel bedenkenlos zugreifen. Nur die ganz jungen sollten draußen bleiben, weil manches doch schon ein wenig derb ist.

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