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Tagesarchive: 01. 12. 2017

DCTV – Folge 123: Filmwoche 48/2017

Starts am 30.11.2017

Weitere Starts:

Coco – Lebendiger als das Leben

In den letzten Jahren habe ich ja so ein bisschen meinen Frieden mit den Disney/Pixar Filmen gemacht, da doch gelegentlich mal ganz ordentliche Sachen dabei waren. Nun hat man sich dem Thema Tod angenommen. Zwar wieder auf lustige weise aber trotzdem gewagt, das das Thema ja gerne ‚tot’geschwiegen wird. 🙂

Der zwölfjährige Miguel ist großer Musikliebhaber und macht sich auf die Suche nach seinem Idol, dem Sänger Ernesto de la Cruz. Dabei gelangt er versehentlich ins Totenreich und trifft dort auf seine verstorbenen Verwandten.

Sieht ganz witzig aus und erinnert mich irgendwie ein bisschen an das Lucas Arts Adventure Grim Fandango.

Flatliners

Was einmal funktioniert hat, funktioniert bestimmt auch ein zweites mal. So müssen die Herrschaften in Hollywood denken, denn mit Flatliners kommt mal wieder eine Neuverfilmung eines recht bekannten Films aus den 90ern.

Flatliners war vielleicht nicht der riesen Erfolg, hat mir aber damals sehr gut gefallen. Es geht um eine Gruppe junger Medizinstudenten die herausfinden wollen, ob es nach dem Tod noch irgendetwas gibt. Dazu führen sie sich selbst durch Elektroschocks den Herzstillstand herbei um ein paar Minuten später die Pumpe wieder in Gang zu bringen.

Der erste Flatliners hat da sehr gut funktioniert, wobei es mir gegen Ende ein wenig zu psychologisch wurde. Ist aber schon eine Weile her wo ich ihn das letzte Mal gesehen habe. Die Neuverfilmung wird da aber trotzdem kaum rankommen oder zumindest nix wirklich neues bieten. Wird auf Blu-Ray mal angeschaut.

Blu-Rays der letzten Woche

Die rote Schildkröte

Hier haben wir es mit einem bei den Kritikern beliebten aber für meinen Geschmack sehr anstrengenden Animationsfilm zu tun. Das liegt zum großen Teil daran, dass während der 80 Minuten die der Film läuft nicht ein einziges Wort gesprochen wird.

Der vom japanischen Studio Ghibli mitproduzierte Film handelt von einem Schiffbrüchigen der auf einer Insel strandet. Er versucht mehrmals mit einem selbstgebauten Floß von der Insel zu gelangen aber das Floss wird immer wieder von einer großen roten Schildköte zerstört.

Als die Schildkröte eines Tages an Land kommt, wird sie von dem Mann auf den Rücken gedreht und in der Sonne liegengelassen. Er baut schnell ein neues Floss und will die Insel verlassen, bekommt aber Mitleid mit der Schildkröte und kehrt um. Leider ist die Schildkröte schon gestorben, verwandelt sich aber in der nächsten Nacht in eine junge Frau mit der der Mann zukünftig seine Zeit auf der Insel verbringt.

Es mag ja eine originelle Idee sein und bestimmt sind in dem Film ein paar Botschaften versteckt aber das nutzt wenig, wenn man die Augen kaum offen halten kann. Was sehr schade ist, denn der einfach gehaltene Zeichenstiel sieht sehr schön aus und auch die Musik passt hervorragend. Es passiert halt einfach zu wenig.

Bei Cast Away hatte man das erkannt und Tom Hanks mit einem Volleyball reden lassen. Ohne diese ‚Dialoge‘ wäre der Film ähnlich schwierig anzuschauen gewesen. Bei der roten Schildkröte kann man das Vorgehen zwar als mutig beschreiben aber leider ist es nicht unterhaltsam. Deshalb kann ich Die rote Schildkröte leider nicht wirklich empfehlen oder ich habe sie einfach nicht verstanden.

In this Corner of the World

Trickfilm Nummer Zwei diese Woche ist da schon ein ganz anderes Kaliber. Dieser richtet sich an ein deutlich älteres Publikum uns spielt in Japan zur Zeit des zweiten Weltkriegs.

Die 18 jährige Suzu kommt aus Hiroshima in ein kleines Dorf in der Nähe um dort verheiratet zu werden. Ihr Mann arbeitet in einem in der Nähe gelegenen Marinestützpunkt. Suzu kommt mit dem Familienleben nicht so richtig klar und anfänglich noch vom Krieg verschont, gibt es bald regelmäßig Luftangriffe und knapper werdende Lebensmittel.

Aufgrund der Örtlichkeit und den gelegentlich eingeblendeten Daten, weiß man, dass der Film auf den Atombombenabwurf auf Hiroshima hinsteuert. Das verleiht dem Ganzen noch mal eine zusätzliche bedrohliche Atmosphäre.

Den Zeichenstil könnte man als typisch japanisch bezeichnen und auch sonst gibt es Ähnlichkeiten zu den Filmen aus dem Ghibli Studio. Hier insbesondere den letzten Glühwürmchen wobei der für meinen Geschmack noch etwas härter war.

In this Corner of the World hat mir ausgesprochen gut gefallen und zumindest eine Nominierung bei den nächsten Oscars würde mich nicht wundern.

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