Außerdem im Video: eine kurze Kritik zu The Revenant

Starts am 28.01.2016

The Hateful 8

Quentin Tarantino dreht nach Django Unchained schon seinen zweiten Western in Folge wobei ich ja gehofft hatte, dass er mal wieder ins Gangster Genre zurück wechselt, wo er ja mit angefangen hat. Das, was man bisher von dem Film gehört oder gesehen hat, könnte aber durchaus in Richtung von Reservoir Dogs gehen, Tarantinos erstem Film. Dieser spielte zum großen Teil in einer Lagerhalle und wurde immer wieder durch Rückblenden unterbrochen in denen auf die einzelnen Charaktere näher eingegangen wurde.

The Hateful 8 spielt wohl auch hauptsächlich in einer verschneiten Hütte in der sich 8 unterschiedliche Personen begegnen. Rückblenden einzubauen um den Figuren einen Background zu geben wäre typisch für Tarantino. Ich bin gespannt wie er das löst und hoffe, dass es nicht nur zweieinhalb Stunden belangloses Gelaber wird.

Was mich auch ein wenig stört ist Tarantinos Einteilung der Zuschauer in zwei Klassen. Dass er ein Liebhaber der klassischen analogen Kinos ist, und The Hateful 8 auf 70mm Breitbild gedreht hat, ist ihm ja grundsätzlich hoch anzurechnen (wenn da für die Blu-Ray Fassung das 70mm Material abgetastet wird, gibt das ein Fest für die Augen). Was ich allerdings nicht so gut finde ist, dass er in die 70mm Fassung ein paar zusätzliche Minuten eingefügt hat, die den ’normalen‘ Kinoprojektionen vorenthalten werden. Und da es diese Fassung deutschlandweit in nur 4 Kinos gezeigt wird, werden einige interessierte doch recht weite Anfahrtswege in Kauf nehmen müssen.

Ich werde es nicht tun, und mich mit der Standardfassung zufrieden geben. Vielleicht ist Tarantino ja so gnädig und bringt später die lange Version fürs Heimkino auf den Markt.

Blu-Rays der letzten Woche

Unknown User

unknown_userDas ist doch mal eine interessante Idee. Der ganze Film spielt sich auf dem Bildschirm eines Laptops ab und dort in Form von Videokonferenzen und Chatfenstern.

Ein paar Jugendliche treffen sich in einer Videochatgruppe bei der sich plötzlich noch eine weitere Person einloggt, von der aber keiner weiß, um wen es sich handelt. Es stellt sich heraus, dass es sich um das Profil von einem Mädchen handelt, das genau ein Jahr zuvor Selbstmord begangen hat. Anfangs noch als makaberer Scherz abgetan, wird daraus für die Chatter im weiteren Verlauf tödlicher ernst.

Unknown User ist mit minimalstem Aufwand ziemlich packend inszeniert und geht ein wenig in Richtung Blair Witch Project und Paranormal Activity. Sicherlich kein Film für mehrfaches Ansehen aber einmal sollte man sich dieses ‚Experiment‘ mal ansehen. Obwohl ich ja glaube, dass wir zukünftig noch mehr Filme in dieser Art sehen werden. Ein großes Budget braucht man dafür nicht.

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