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John Rambo (Kino)

So, gerade aus dem Kino gekommen. Deshalb gibt’s heute statt Wonderboy mal „Brutaloboy” 🙂 .

Musste mal wieder allein gehen, weil man das Geschmeiß ja noch nicht mal mehr für nen simplen Actionfilm dazu bewegen kann, ins Kino zu gehen (ich hab ihn schon gesaugt und geguckt; ich warte bis ich ihn ausleihen und brennen kann; was soll ich im Kino, hab ne 5.1 Anlage und ne 70er 4:3 Röhre, da geh ich doch nicht mehr ins Kino) Ja nee, is klar.

Also, was soll man zu „John Rambo” erzählen? Die Story (sofern vorhanden) handelt davon wie Rambo eine Gruppe von Leute nach Burma bringt, die dort die Bevölkerung mit Lebensmitteln und medizinisch unterstĂĽtzen wollen. Auftrag ausgefĂĽhrt? Denkste.
Tage später wird Rambo von jemanden aufgesucht der erzählt, dass die Gruppe vermisst wird und er nun einen Trupp Söldner begleiten soll, um nach den Vermissten zu suchen.

Das Ende erzähle ich jetzt mal nicht, aber man sollte nicht verleugnen, dass das Ende ziemlich schnell kommt, denn der Film ist sehr, sehr kurz. Allein 12 Minuten gehen laut diversen Berichten fĂĽr den Abspann drauf (hab’s aber nicht gestoppt). Man merkt gar nicht, dass man schon plötzlich mitten im Endkampf ist und wenn man es merkt, ist’s auch schon vorbei.

Also eins ist der Film sicherlich nicht: langweilig. Und auch handwerklich finde ich ihn sehr gelungen. Optisch wird Action der alten Schule ohne Computergeflicke geboten. Spannung wird immer wieder sehr schön aufgebaut und entlädt sich dann meistens in einem Maschinengewehr-Gewitter.

Kommen wir nun zur viel zitierten Gewalt im Film. Keine Frage, „John Rambo” ist brutal und teilweise auch in der geschnittenen deutschen Fassung ziemlich heftig. Aber alles, was man zu sehen bekommt, habe ich auch schon von der Härte her in anderen Filmen gesehen. Die Normandie-Landung in „Der Soldat James Ryan” (ĂĽbrigens ab 16) steht vom Blut/Ekel-Faktor her meiner Meinung nach mit Rambo auf einer Stufe.
Also was war jetzt so schlimm an dem Film? Sicher, es fehlen in der deutschen Fassung ein paar Gewaltspitzen, aber soviel kann’s gar nicht sein. Leider kann ich das Ganze nur mit den Trailern vergleichen, die veröffentlicht wurden. Und da war z.B. die Szene mit dem LKW, wo Rambo drauffeuert. Im Trailer sah man das „Ergebnis” und im Kino nur das blutverschmierte Schild vor dem MG. Dann war im Trailer noch eine Szene, wo jemandem der Kopf im wahrsten Sinne des Wortes „weggeschossen” wurde. Auch das fehlt im Film.
Allerdings kann ich nicht behaupten, dass ich es wirklich vermisst hätte. NatĂĽrlich war es Stallones Ziel, alles so echt wie möglich darzustellen und ich finde immer noch, dass Filme so ins Kino kommen sollen, wie es beabsichtigt war, aber auch mit den Schnitten kommt „John Rambo” ganz gut weg.

Auf die schauspielerischen Leistungen gehe ich jetzt lieber nicht ein, denn die ist in DEM Film nicht unbedingt vorrangig ;-). Stallone macht dass, was er in Rambo 2 und 3 auch gemacht hat und die anderen arbeiten unauffällig. Nur die weibliche „Hauptrolle” nervt gelegentlich mit ihrem ständigen „Oh, Gott”.

Leider ist Stallone mit Rambo nicht ganz das gelungen, was er bei Rocky geschafft hat: Einen richtig guten Abschluss einer Saga zu schaffen. Rambo 4 ist einfach zu sehr „nur” ein Actionfilm. Die letzte Szene des Films sollte fĂĽr Stallone aber ein Hinweis sein, es auch mit Rambo jetzt sein zu lassen (wer den Film gesehen hat, weiĂź was ich meine).

Also: Solider Actionfilm mit hohem Anteil an Gewalt, den man sich durchaus auch im deutschen Kino ansehen kann. Jetzt sollte Stallone aber sein ohne Zweifel vorhandenes Regietalent bei dramaturgisch Anspruchsvolleren Themen voll ausleben. Denn er kann das.

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